Madrisa-Land

Öffnungszeiten

31. Juli 2017 - 22. Oktober 2017
täglich geöffnet von 10.00 - 16.45 Uhr

Madrisa-Story

Die zwei Brüder Hans und Melchior erbten das Stück Land auf der Madrisa-Alp. Viel Wert hatte das trockene Stück Alpland nicht, da es kaum genug Gräser für die Kühe hergab. Hans sah keine Zukunft in der Berglandwirtschaft und hatte eine bessere Idee: Die Leute die im Winter auf Brettern die Hänge runter rutschen, für die baute er ein Restaurant, das keine Sehnsucht unerfüllt lassen sollte. Schnell sprach das sich herum und schon bald verdiente er damit gut Geld. Er arbeitete hart und unentwegt um seine Gäste glücklich zu machen und hatte kein Auge für die Alplandschaft und die Wiesen um ihn herum.

Melchior aber hing an seinem Handwerk als Bauer und so trieb er täglich sein Vieh auf die ärmlichen Wiesen. Immer weiter musste er sein Vieh treiben, damit sie noch ein paar Grashalme finden konnten. Abends kam er spät nach Hause und sank erschöpft ins Bett. Wie so manchen Abend blickte er von seiner kleinen Hütte neidvoll zum Madrisa-Hof seines Bruders, sein Gesicht zog sich in Stirnrunzeln und er fiel in einen unruhigen Schlaf. „Melchior“ flüsterte eine zarte Frauenstimme in seinen Schlaf. „Warum bist du unzufrieden? Schau um dich und erkenne die Schönheit, die dich umgibt!“ „Aber ich kann nicht“, erwiderte Melchior. „Wenn ich nicht von morgens früh bis abends spät mein Vieh treibe, so verhungert es und ich mit ihm.“ „Sorg dich nicht“, sprach die Feenstimme. „Geniess das Leben“.

Am Tag darauf fiel ihm auf, dass zwischen zwei spitzigen Felsen Wasser floss, ganz nah von seiner Hütte, eine Stelle die früher immer besonders trocken gewesen war! Als er Hans davon erzählte, lachte ihn dieser aus. Doch als dieser die Quelle aus der fröhlich Wasser sprudelte sah, hatte er auch keine Erklärung dafür. Es verging ein Alp-Sommer und schon entsprangen drei Quellen auf der Madrisa-Alp. Das Wasser der zweiten Quelle bewässerte die Wiesen. Es ist besonders lebhaft und fliesst und springt freudig von Stein zu Stein gegen Tal. Das Wasser der dritten Quelle ist laut und ungestüm, tosend fällt es
als Wasserfall in die Tiefe und sucht sich seinen Weg durch den Bergwald ins Tal. Immer mehr Tiere wurden angelockt durch die saftigen Wiesen und blieben auf der Alp.